Ungewollte KinderlosigkeitDer Wunsch nach einem eigenen Kind ist eine zutiefst menschliche Regung. Sie ist getragen von ganz persönlichen Erfahrungen und emotionalen Befindlichkeiten. Was tun, wenn es nun einfach nicht klappt? Die heutige Fortpflanzungsmedizin propagiert eine immer grösser werdende Anzahl therapeutischer Massnahmen und Eingriffe, ungewollt kinderlosen Paaren zu einem Kind zu verhelfen. Unfruchtbarkeit -
ein weiter Begriff
Überdies existiert bei fast allen Frauen und Männern das Phänomen einer zeitweiligen Unfruchtbarkeit (auch verminderte Fruchtbarkeit oder Subfertilität bzw. Subfekundität genannt). Verschiedene Lebensereignisse, wie z.B. persönliche Krisen und/oder starke Veränderungen, können dabei eine Rolle spielen. Umgekehrt lässt sich Fruchtbarkeit als vielschichtiger Vorgang begreifen, in dem körperliche, seelische und soziale Faktoren jeweils zusammenwirken. Die Reproduktionsmedizin verändert das Verständnis von Schwangerschaft. Die einzelnen Schritte des Schwangerwerdens werden als hoffnungsspendende Etappenziele dargestellt und erlebt, visualisiert und ständig kontrolliert. Vor allem mit der Reagenzglas-Befruchtung werden bis anhin verborgene Vorgänge ans Licht gezerrt. Mit der vorangehenden Hormonbehandlung soll die Fruchtbarkeit von aussen gesteuert und beeinflusst werden. Die Frau als Person verschwindet zusehends hinter den medizinisch-technischen Verfahren. Eine tatsächliche Erfolgsrate anzugeben ist äusserst schwierig, ja fast unmöglich. Zum einen muss zwischen dem Erfolg einer Schwangerschaft und demjenigen einer Geburt differenziert werden. Offiziell wird bezüglich der Geburten - in Anlehnung an das Eidgenössische Versicherungsgericht - von einer Erfolgsquote ausgegangen, die bei zirka 10 Prozent liegt. Zudem sind fortpflanzungsmedizinische Behandlungen auch eine Kostenfrage. Ein voller Behandlungszyklus kostet etwa Fr. 6000.–. Eine fortpflanzungsmedizinische Behandlung kann für die Frau mit gesundheitlichen Risiken verbunden sein. Hierbei sind besonders die Nebenwirkungen und Langzeitfolgen der Hormonstimulationen zu nennen. Darüber hinaus stellt sie als Vollzeit-Therapie, die sich über den ganzen Zyklus erstreckt, eine grosse physische und psychische Belastung dar. Die Methoden der
Fortpflanzungsmedizin: Neben den schulmedizinischen Methoden zur Behandlung von Unfruchtbarkeit gibt es in der Komplementär- bzw. der Erfahrungsmedizin verschiedene Therapien, um Fruchtbarkeitsprobleme zu behandeln. Im Vergleich zu den schweren hormonellen Belastungen sowie den operativen Eingriffen geht diese Art medizinischer Hilfe grundsätzlich sanfter vor. Dabei stehen das körperliche und seelische Gesamtbefinden der ratsuchenden Personen im Zentrum. Vielleicht kann es aber auch das Richtige sein, sich für eine passende Psychotherapie zu entschliessen, um so den unerfüllten Kinderwunsch besser zu verarbeiten. Unterstützend wirkt sich schliesslich der Kontakt mit anderen Frauen und ihren Partnern in Selbsthilfegruppen aus. Im Austausch von Erfahrungen zu einem ähnlichen Lebenssachverhalt liegt manchmal eine Chance, neue Erkenntnisse für den eigenen Standort gewinnen.
Weitere Informationen finden Sie in unserer Gratisbroschüre "der unerfüllte Kinderwunsch - wie gehen wir damit um?", eine Informationsschrift zu den schulmedizinischen Sterilitätstherapien und Alternativen. Zu bestellen bei der appella Telefon- und Online Beratung.
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