Wechseljahre / MenopauseIch fühe mich so ähnlich wie in der Pubertät: erfreut, aber auch beunruhigt. In mir ist eine Ungeduld, die zum Aufbruch drängt. Aber wohin? Das weiss ich noch nicht. Ich fühle mich meiner selbst sicherer als mit 14, aber die relative Stabilität meiner 30er und 40er Jahr ist vorbei. Jetzt werde ich erstmal wieder durchgeschüttelt. Seit mir das klar ist, habe ich keine Angst mehr. Irgendwie macht dieser Zustand auch Spass und ist sehr spannend, ich bin neugierig, wo ich noch landen werde."(Zitat einer Frau in den Wechseljahren (prüf mit Ratgeber)). Die lange Diskussion um die Hormonsubstitution hat sich im Bewusstsein der Frauen niedergeschlagen. Unsere Beraterinnen wurden häufig nach körperschonenden Massnahmen gegen die Wechseljahrbeschwerden gefragt. Und trotzdem kommen laufend neue medizinische Angebote auf den Gesundheitsmarkt. Teilweise sind diese Angebote höchst umstritten und riskant für die betroffenen Frauen. Indem der natürliche Prozess der Wechseljahre von der Pharmaindustrie als "Hormonmangelerkrankung" bezeichnet wird, werden die Frauen ab 45 zu Dauerpatientinnen gemacht, denen noch viel zu oft und ohne genaue individuelle Diagnose und Abklärungen Hormone verschrieben werden. Dass dies an den Bedürfnissen vieler Frauen vorbeigeht, zeigen Studien, die belegen, dass 50% der Frauen die Hormone nach relativ kurzer Zeit wieder absetzen. Dies sehr zum Unwillen vieler Anbieter. Kritikfähigkeit gegenüber den angebotenen Methoden ist unbedingt notwendig, wenn Frauen sich ihre Gesundheit erhalten wollen. Neue Erkenntnisse zum Hormonersatz: Die jüngsten Ergebnisse der Women´s Health Initiative (WHI) Studie und der Million Women Studie zeigen: Die Hormonersatztherapie verbessert kaum die Lebensqualität der Frauen. Einzig im Alter zwischen 50 und 54 Jahren wurden Hitzewallungen und nächtliches Schwitzen gelindert und die Frauen konnten besser schlafen. Dafür stieg das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen an. Auch das Thrombose und Brustkrebs-Risiko war messbar höher. Man geht zur Zeit davon aus, dass jede hundertste Frau, die länger als fünf Jahre Hormone einnimmt, eine dieser schwerwiegenden Nebenwirkung erleiden kann. Das Risiko steigt mit der Dauer der Hormonersatztherapie. Nebenwirkungen der Hormonersatztherapie (HET) sind: Sehstörungen, Übelkeit, Gewichtszunahme, Fremdheitsgefühl im eigenen Körper, Vergrösserung und Empfindlichkeit der Brüste, Entzugsblutungen der Gebärmutter, Wassereinlagerungen, Depressionen oder Niedergeschlagenheit, Veränderungen im Fettstoffwechsel des Blutes, Kopfschmerzen, Migräne, Bildung von Myomen oder Zysten, Weiterentwicklung von Endometriose, Pilzinfektionen der Vagina, ungeklärte Blutungen, deshalb vermehrt operative Eingriffe (aus "Wechseljahre", Broschüre des feministischen Frauen Gesundheitszentrums Berlin). Es gibt eine grosse Anzahl alternativer Behandlungsmethoden: Phytotherapie (Heilbehandlung mit pflanzlichen Substanzen), Homöopathie (Heilverfahren, bei denen Mittel in hoher Verdünnung verwendet werden) und Traditionelle Chinesische Medizin (Akupunktur und chinesische Heilkräuter). Vieles, was Sie zu diesem Lebensabschnitt wissen wollen, können wir in der Beratung besprechen. Wir freuen uns auf Ihren Anruf oder Ihr E-Mail!
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