SchwangerschaftSchwangerschaft ist primär ein Zustand weiblicher Potenz und Stärke. Eine normal verlaufende Schwangerschaft ist keine Krankheit und kann auch von einer Hebamme optimal begleitet und betreut werden. Es gibt eine Reihe routinemässiger Untersuchungen, die bei jeder Schwangerschaft durchgeführt werden und die unproblematisch sind: Urin- und Blutanalyse (Blutzucker, Eisen, Eiweiss, Blutgruppe), Untersuchung auf Zytomegalie, Lues,Toxoplasmose und Röteln, auf Blutgruppenantikörper bei RH-, Ableitung der Herztöne. Anders sieht es bei den
vorgeburtlichen Untersuchungen - der Pränataldiagnostik - aus. Diese dient
dazu, Fehlbildungen und Störungen beim Ungeborenen festzustellen. In erster Linie wird nach genetisch bedingten Behinderungen gesucht. In den allermeisten Fällen bestehen keine Therapiemöglichkeiten für das Ungeborene. Die Frau/das Paar kann vor die schier unlösbare Frage gestellt werden, ob sie/es besser mit einem Kind mit Behinderung oder mit dem Abbruch einer meist erwünschten Schwangerschaft leben kann. Jede schwangere Frau wird heute
bereits über den Ultraschall mit der Pränataldiagnostik konfrontiert, er
dient als Einstiegsdiagnose für weitere auch invasive und risikoreiche
pränatale Untersuchungen. Es ist heute - im 3D Ultraschallzeitalter - schwierig, sich der Tragweite der möglichen Auswirkungen dieser harmlos wirkenden
Untersuchung bewusst zu sein.
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