Diverses


20 JAHRE APPELLA TELEFON- UND ONLINE-BERATUNG

Die appella Telefon- und Online-Beratung bietet seit 20 Jahren unabhängige und unentgeltliche Information und Beratung zum gesamten Bereich der reproduktiven Gesundheit der Frau: Verhütung, Schwangerschaft, Geburt, Kinderwunsch und Wechseljahre. 

Im Januar 2008 wurde appella von der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich als „Informations- und Beratungsstelle für pränatale Untersuchungen“ anerkannt. Die unabhängige Sichtweise auf den Gesundheitsmarkt und eine kompetente Beratung ohne Hierarchie, diese Kombination hat appella zum Erfolg verholfen. Wie wichtig die Beratung ohne Interessenkollision im Bereich Frauengesundheit heute ist, erlebt die Beratungsstelle appella eindrücklich in ihrem Arbeitsalltag. Zum Beispiel auf dem Gebiet der pränatalen Diagnostik – nur eine getestete Schwangere ist eine gute Schwangere. 

„Ich habe Sie bei meinem Kollegen für eine Chorionbiopsie bereits angemeldet – hat mir der Arzt eröffnet“, so berichten uns Frauen. Mit Besorgnis erlebt das appella Beratungsteam, wie unhinterfragt die pränatale Diagnostik in den vergangenen 20 Jahren Einzug in die „normale“ Schwangerschaftsvorsorge gehalten hat. Die diversen Methoden der Risikoeinschätzung (sie ermitteln nur einen statistischen Risikowert, es handelt sich dabei also nicht um Diagnosen), haben die Situation weiter verschärft. Sie lösen in den allermeisten Fällen komplett unnötige Ängste aus. 

Text einer Geburtsanzeige, welche appella von einer Klientin erhalten hat: „Unsere Tochter wurde trotz auffälligem Nackenfaltenbefund gesund geboren.“ 

Wie schwierig es geworden ist, sich im Überangebot des medizinischen Marktes zurechtzufinden, angepasste Massnahmen zu fordern, seinen individuellen Weg zu gehen, erzählen die vielen Tausend Geschichten, die dem appella Beratungsteam in den vergangenen 20 Jahren anvertraut wurden. 

appella bietet psychosoziale Beratung. Frauen und Paare haben die Möglichkeit, fehlende Informationen einzuholen und Fragen zu formulieren. Indem sich die Beraterin in die Situation der Ratsuchenden einfühlt, deren Gefühle und Wertvorstellungen widerspiegelt, ohne die notwendige Distanz zu verlieren, gelingt es den Ratsuchenden, ihr eigenes Erleben wahr- und ernstzunehmen und daraus Entscheidungskompetenzen zu gewinnen. 

appella vermittelt Fachleute aus der Schul- und Komplementärmedizin und bietet Information im Internet. In den vergangenen 20 Jahren haben wir unser Fachleuteverzeichnis stetig erweitert. Es umfasst zur Zeit 279 Adressen: ausgewählte FrauenärztInnen / spezialisierte PsychologInnen / PsychotherapeutInnen / Hebammen / Hebammenpraxen / Anlaufstellen für soziale Hilfe / unentgeltliche Beratungsstellen für Rechtsfragen / Elternvereinigungen behinderter Kinder / Behindertenorganisationen / Selbsthilfegruppen. 

appella ist seit 20 Jahren ein wichtiges Gegengewicht zu den grossen Interessengruppen im Gesundheitswesen.

Zürich, im Mai 2014

Der unerfüllte Kinderwunsch - wie gehen wir damit um?

Die aktualisierte Broschüre zu den schulmedizinischen Sterilitätstherapien und Alternativen (3. Auflage) der appella Telefon- und Online-Beratung bietet unabhängige und umfassende Information. Mit dieser Gratisbroschüre möchten wir betroffene Frauen und ihre Partner ermutigen, im Umgang mit dem unerfüllten Kinderwunsch ihren eigenen Weg zu finden. Voraussetzung ist eine umfassende, leicht zugängliche und vor allem unabhängige Information, welche Paare befähigt, Behandlungen und deren Konsequenzen von möglichst vielen Seiten zu betrachten und Entscheidungen in Ruhe, aktiv und bewusst zu treffen. Selbstverständlich heisst unabhängig nicht wertneutral. Vielmehr möchten wir darauf hinweisen, dass Information und Aufklärung nicht nur Sache derjenigen sein darf, die Fortpflanzungsmedizin anbieten. Denn es stehen sich Interessen gegenüber, die leicht miteinander kollidieren können. Eine aktuelle Nachricht verdeutlicht diese Poblematik: Das Kinderwunsch-Klinikunternehmen „Virtus Health“ ist an die Börse gegangen. Seit bald 20 Jahren berät appella Frauen und Paare zum Thema Kinderwunsch. Das Bewusstsein vieler ungewollt kinderloser Paare hat sich in dieser Zeit sehr verändert. Der Anspruch, alles Machbare auch anzuwenden, nimmt je länger desto mehr zu. Unfruchtbarkeit wurde zu einem rein medizinischen Problem. Dadurch hat sich auch der Umgang der Betroffenen mit ihrem unerfüllten Kinderwunsch verändert. In der Hoffnung auf die medizinische Machbarkeit setzt sich das Paar einem Wechselbad der Gefühle aus. Einerseits Hoffnung auf das ersehnte Kind, andererseits Enttäuschung, wenn die Behandlung erfolglos ist. Gefühle des Versagens und der eigenen Unfähigkeit können diese Lebensphase prägen. Die Verfahren der medizinisch unterstützten Fortpflanzung nehmen in der vorliegenden Broschüre einen breiten Raum ein, da bei ihrer Anwendung frauenspezifische Fragen zur eigenen Gesundheit besonders tangiert sind. Ebenso gehören Alternativen zur Schulmedizin in eine umfassende Betrachtungsweise. In einem weiteren Sinne verstanden können sie über die medizinischen Massnahmen hinausgehen und auch komplementär genutzt werden. Schliesslich gibt ein persönlicher Erfahrungsbericht Einblick in ein Leben ohne Kind.

Bei inhaltlichen Rückfragen: info@appella.ch
Info: appella, unabhängige Telefon- und Online-Beratung


PRESSEMITTEILUNG SEPTEMBER 2012

Die aktualisierte Broschüre zur Pränataldiagnostik


Pressemitteilung datiert Februar 2008

zum Thema "Neues Beratungsangebot für pränatale Diagnostik


Vortrag "Informationen zur ungewollten Kinderlosigkeit"

Gehalten von Monnika Rothacher, dipl.heilpäd., dipl.psych.IAP, ehem. appella Beraterin, anlässlich der Fachgruppensitzung Adoption
Zentralbehörde Adoption Zürich, 29.11.2007


Vortrag "Informationen zur Pränataldiagnostik"

Gehalten von Monnika Rothacher, dipl.heilpäd., dipl.psych.IAP, ehem. appella Beraterin, für das Team der Heilpädagogischen Schule Zürich am 22.10.200


Referat zur Veranstaltung „Gen-Check am Embryo“, Basler Appell, 19.10.2006


Erfahrungen aus der Praxis zum Thema „Pränatale Diagnostik – Jenseits der guten Hoffnung“  Gehalten von Monnika Rothacher, dipl.heilpäd., dipl.psych.IAP, ehem. appella Beraterin.


Die pränatale Diagnostik ist gesetzlich geregelt.

Das Bundesgesetz über genetische Untersuchungen beim Menschen (GUMG) regelt die pränatale Diagnostik. Es trat im April 2007 in Kraft und verbietet, pränatale Untersuchungen durchzuführen, um Eigenschaften des Embryos oder des Fötus zu ermitteln, die nicht dessen Gesundheit direkt beeinträchtigen.

Die Ärzteschaft ist verpflichtet, die schwangere Frau über ihr Selbstbestimmungsrecht zu informieren und sie auf unabhängige Informations- und Beratungsstellen für pränatale Untersuchungen aufmerksam zu machen.

Wird eine schwerwiegende, unheilbare Störung festgestellt, so ist die Frau auch über Alternativen zum Schwangerschaftsabbruch zu informieren.
Zwischen der Beratung und der Durchführung einer pränatalen genetischen Untersuchung muss eine angemessene Bedenkzeit liegen.

Zitate aus der Botschaft zum Bundesgesetz über genetische Untersuchungen beim Menschen, die pränatale Diagnostik betreffend:
"Es geht hier um die Abwehr versteckter eugenischer Tendenzen. (...) Es muss der schwangeren Frau und ihrem Ehemann oder Partner bewusst werden, dass solche Untersuchungen nicht erfolgen, um dem Kind zu helfen. (...) Das bringt zum Ausdruck, dass die Ärzteschaft auf keinen Fall pränatale genetische Untersuchungen routinemässig anbieten darf."