Geburt

Nach einer unauffällig verlaufenen Schwangerschaft liegt es in der Kompetenz der Frau, über das Wie und Wo der Geburt zu entscheiden. Sie kann Wünsche äussern bezüglich Betäubung (Periduralanästhesie), Dammschnitt, Geburtsstellung, Schmerzmittel, Art der Geburt (z.B. Wassergeburt). Eine Vertrauensperson, die sie an die Geburt begleitet, sollte über ihre Wünsche und Vorstellungen orientiert sein, um sie gegenüber Hebammen und ÄrztInnen (den professionellen Geburtshelferinnen) zu vertreten.

Bestehen keine speziellen Indikationen, kann jede Frau selbst entscheiden, ob sie im Spital, einem Geburtshaus oder zu Hause gebären will. Eine Nationalfondsstudie aus den neunziger Jahren erbrachte den Beweis, dass das Risiko einer Hausgeburt bei normalem Geburtsverlauf nicht grösser ist als das einer Spitalgeburt.

Zusätzlich gibt es die Möglichkeit einer ambulanten Geburt, bei der das Spital oder das Geburtshaus einige Stunden nach der Geburt verlassen werden kann und das Wochenbett zu Hause stattfindet. Jede Frau hat das Recht auf eine 10-tägige Nachbetreuung durch eine Hebamme.

Die nachfolgende Broschüre zum Thema Geburt und Kaiserschnitt empfehlen wir Ihnen sehr:
https://www.gesundheit.uni-hamburg.de/pdfs/tk-broschuere-wie-kinder-auf-die-welt-kommen.pdf

Geburt und Wochenbett
Bei einer Hausgeburt kennt die Gebärende alle anwesenden Personen. Dieser Umstand ermöglicht den Frauen einen sehr individuellen Umgang mit dem an sie gestellten Auftrag des Gebärens. Die Hebamme ist ständig in ihrer Nähe und steht jetzt einzig dieser Gebärenden zur Verfügung. Die private Atmosphäre kann zu mehr Sicherheit beitragen. Und so werden Kinder entsprechend dem Wunsch vieler Frauen zu Hause «auf allen vieren», im Wasser, auf dem Gebärhocker oder auch stehend geboren.

Die Hebamme ist auch für Notfälle gerüstet.
Bei einer komplikationslosen Hausgeburt ist die Anwesenheit einer Ärztin oder eines Arztes nicht notwendig. Falls eine Gebärende wegen einer Komplikation in eine Klinik eingewiesen werden muss, wird sie von der Hebamme begleitet.
Eine Hausgeburt stellt gemäss WHO gegenüber einer Spitalgeburt kein grösseres Risiko dar.

Nebst der Hausgeburt bietet sich die Geburt im Geburtshaus als weitere gute Möglichkeit an. Unter www.geburtshaus.ch finden sich alle schweizerischen Geburtshäuser.

Nach der Geburt besucht die Hebamme die Wöchnerin während den ersten zehn Tagen weiterhin zu Hause. Sie überwacht die physiologischen Vorgänge der ersten Wochenbettzeit bei Mutter und Kind und begleitet die Eltern in ihrem Familienwerdungsprozess. Auch das Stillen obliegt der Begleitung der Hebamme.

Die Entlöhnung der freipraktizierenden Hebamme ist durch kantonale Tarifverträge mit den Krankenversicherern geregelt. Die Hebamme rechnet direkt mit der Krankenkasse ab. 

Weitere Tätigkeitsbereiche der freipraktizierenden Hebamme:

  • das ambulante Wochenbett (d.h. Geburt im Spital, Wochenbett zu Hause)
  • das Wochenbett im Geburtshaus
  • die Geburt mit der Hebamme Ihrer Wahl im Spital (Beleghebamme) und das Wochenbett zu Hause
  • die Nachkontrolle und das Nachgespräch ca. sechs Wochen nach der Geburt
  • die Stillberatung.

 

Für alle weiteren Fragen rund um die Geburt stehen Ihnen die Hebammen der appella Beratungsstelle gerne zur Verfügung.