Verhütung

Die Verhütungsmethode jeder/s Einzelnen verändert sich erfahrungsgemäss im Laufe der Zeit immer wieder. Der Entscheid über die Art des Verhütungsmittels sollte vom Paar gemeinsam getragen werden. Immer mehr Männer sind bereit, die Verantwortung zu teilen und die Verhütung nicht der Frau zu überlassen. Leider gibt es kein Verhütungsmittel, das man rundum optimal nennen könnte. Es gibt heute eine ganze Reihe von Möglichkeiten, sich zu schützen: 

Die Verhütung mit Hormonen
Pillen der zweiten, dritten und vierten Generation, Dreimonatsspritze, Hormonimplantat, hormonabsondernde Spirale, Verhütungsring, Verhütungspflaster.
Diese Art von Verhütung ist nicht frei von Nebenwirkungen und unangenehmen Begleiterscheinungen. Sie kann unter Umständen gefährliche Auswirkungen auf Herz und Kreislauf haben. Bei früher und langer Pilleneinnahme kann das Brustkrebsrisiko ansteigen.

Hormone beeinflussen den gesamten körperlichen und seelischen Organismus der Frau.

Zur Hormonspirale
Die Hersteller, aber auch viele Gynäkologinnen und Gynäkologen behaupten, dass die Hormonspirale nur lokal wirkt und angeblich weniger Nebenwirkungen macht als andere hormonelle Verhütungsmethoden.

Nun häufen sich aber deutliche Hinweise darauf, dass die Hormonspirale massive psychische Nebenwirkungen verursachen kann. Dem Risiko von Panikattaken, Depressionen, depressiven Verstimmungen, der ganzen Bandbreite schwerwiegender psychischer Nebenwirkungen setzen sich Frauen aus, welche mit der Hormonspirale verhüten. Mittlerweile wurde die Europäische Arzneimittelbehörde eingeschaltet.
Erfahrungsberichte von Frauen mit der Hormonspirale und anderen hormonellen Verhütungsmittel finden Sie auf unserer Homepage auf der Seite „Diverses“.


Antibabypillen der 3. und 4. Generation
Gerd Glaeske, Professor für Gesundheitsökonomie an der Universität Bremen, macht deutlich, dass viele Ärzte und Patientinnen die möglichen Nebenwirkungen der Antibabypillen unterschätzen. Seine Untersuchungen haben ergeben, dass vor allem die neueren Präparate das Risiko für lebensbedrohliche Thrombosen stark erhöhen. Gemeint sind die Antibabypillen der 3. und 4. Generation.

Der Professor legt dar, dass die hormonellen Verhütungsmittel oftmals nicht nur zur Schwangerschaftsvermeidung verschrieben, sondern auch aufgrund „positiver“ Nebenwirkungen verordnet werden, wie z. B. glänzender Haare und sogar Gewichtsverlust. Der Forscher warnt davor, dass dadurch die Antibabypille vielfach nicht mehr als ernstzunehmendes Medikament, sondern mehr als ein Lifestyle-Produkt wahrgenommen werde.
 

Natürliche Verhütung /  hormonfreie Verhütungsmethoden


Symptothermale Methode, Schleimstrukturmethode, Messen der Basaltemperatur 
Die natürlichen Methoden haben sich einen festen Platz in der Empfängnisregelung erstritten. Sie sind unabhängig von Ärztin / Arzt und beeinträchtigen das Körpergeschehen nicht. Bei dieser Methode geht es darum, durch die Beobachtung verschiedener Körperzeichen (Temperatur, Schleim, Gebärmutterhals) die fruchtbaren Tage festzustellen.

Schon seit vielen Jahren sind die sogenannten Zykluscomputer auf dem Markt, die das Eintragen auf einer Liste ersetzen, aber für eine wirkungsvolle Verhütung nicht nötig sind.
Bei richtiger Anwendung gilt die symptothermale Methode als eine der sichersten. Der Grund liegt darin, dass diese hormonfreie Methode drei Körpersignale miteinander kombiniert.

Mittel, die das Zusammentreffen von Ei und Samen verhindern Kondom, Diaphragma, Portiokappe, Lea contraceptivum.
Der Vorteil dieser Verhütungsmittel ist ihre körperschonende Anwendung, bei richtiger Handhabung ist auch hier die Sicherheit sehr hoch. Sie müssen nur zum Einsatz kommen, wenn wirklich ein Geschlechtsverkehr stattfindet.

Das Diaphragma und die Portiokappe müssen auf Sie persönlich angepasst werden.

Wir vermitteln Ihnen gerne eine Fachfrau, die Ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht.


Sonstige Methoden
Spirale (Intra-Uterin-Pessar), Sterilisation, Coitus interruptus
Die Spirale stellt eine permanente Reizung der Gebärmutterschleimhaut dar und verhindert so die Einnistung des befruchteten Eis. Für junge Frauen, die noch nicht geboren haben, gilt die Spirale als ungeeignet. Es besteht die Gefahr von verstärkten Blutungen und Menstruationsschmerzen, Entzündungen, Eileiterschwangerschaften.

Die Sterilisation stellt die endgültigste Verhütungsmethode dar. Sie lässt sich beim Mann einfacher und kostengünstiger durchführen als bei der Frau. Der ambulante Eingriff beim Mann dauert etwa 20 Minuten. Nur in seltenen Fällen und nur mit grossem Aufwand lässt er sich rückgängig machen. Die Möglichkeit einer Schwangerschaft ist dann relativ gering.

Der Coitus interruptus ist eine veraltete Methode der Verhütung und gilt als sehr unsicher.

Für alle weiteren Fragen rund um die Verhütung stehen Ihnen die appella Beraterinnen gerne zur Verfügung.