Wechseljahre

Wechseljahre / Menopause / Klimakterium

Die lange Diskussion um die Hormonersatztherapie hat sich im Bewusstsein der Frauen niedergeschlagen. Unsere Beraterinnen werden häufig nach hormonfreien Methoden gegen die Wechseljahrbeschwerden gefragt.  

Es gibt viele pflanzliche Mittel, die aufgrund zahlreicher Studien als Arzneimittel zugelassen sind.

„Grundsätzlich gibt es für jedes Symptom alternative Therapieansätze. Für Wallungen zum Beispiel die Traubensilberkerze, Akupunktur, Hypnose. Der Schlaf lässt sich beispielsweise mit Hopfen verbessern. Aber es muss immer das Ziel sein, einen gemeinsamen Nenner zu finden und nicht zehn Medikamente für zehn Symptome.“
Quelle: Interview mit Prof. Dr. med. Petra Stute Tages Anzeiger 3. 09. 2025

Eine Studie, die Petra Stute in Zusammenarbeit mit der Uni Bern gemacht hat zeigt: Akupunktur besserte die Hitzewallungen bei drei von zehn Frauen.

Laufend kommen neue medizinische Angebote auf den Gesundheitsmarkt. Teilweise sind diese Angebote höchst umstritten.

Noch viel zu oft und ohne genaue individuelle Diagnose und Abklärungen werden den Frauen Hormone verschrieben. Dass dies an den Bedürfnissen vieler Frauen vorbeigeht, zeigen Studien, die belegen, dass 50% der Frauen die Hormone nach relativ kurzer Zeit wieder absetzen.

Kritikfähigkeit gegenüber den angebotenen Methoden ist unbedingt notwendig, wenn Frauen sich ihre Gesundheit erhalten wollen.

 

Was tun bei starken Beschwerden?

Bei starken Wechseljahrsbeschwerden ist es sinnvoll, die Vor- und Nachteile einer Hormontherapie zusammen mit der Ärztin oder dem Arzt sorgfältig abzuwägen.
Gegen Wechseljahrbeschwerden gibt es verschiedene Hormonpräparate. Eine neue Studie der Universität Uppsala in Schweden zeigt: Pillen sind für Herz und Gefässe besonders riskant.
Am schonensten ist eine Hormontherapie über der Haut.

 

Was passiert, wenn man die Hormone absetzt?

Erstaunlicherweise gibt es auf diese Frage bislang keine klare Antwort. Möglicherweise unterscheidet sich das auch von Frau zu Frau: Es kann sein, dass eine langfristige Einnahme die Phase der hormonellen Umstellung und damit auch die Beschwerden überbrückt. Dann treten nach dem Absetzen der Hormone keine Beschwerden mehr auf. Bei anderen Frauen kann es aber sein, dass die Hormonbehandlung die hormonelle Umstellung hinausschiebt, sodass nach dem Absetzen der Präparate wieder Beschwerden auftreten.

In einer Studie mit über 8000 US-Amerikanerinnen nahmen die Frauen im Durchschnitt etwa sechs Jahre lang Hormone gegen Beschwerden wie Hitzewallungen ein. Nach dem Absetzen hatte mehr als die Hälfte von ihnen wieder Hitzewallungen und Schweissausbrüche.

Eine Hormonbehandlung lässt sich auch so niedrig dosieren, dass die Beschwerden zwar noch spürbar sind, aber nicht mehr belasten. Dann merkt man selbst, wenn die Beschwerden zurückgehen oder ganz verschwinden – und kann die Hormone dann in Absprache mit der Frauenärztin oder dem Frauenarzt absetzen.

 Quelle: Gesundheitsinformation.de

 

Wechseljahre: Neuartige Hormon-Pillen sind nicht besser

In den letzten Jahren hat die Hormontherapie auch wieder Aufschwung bekommen – dank scheinbar natürlichen Hormonen. Doch diese sind nicht harmloser, kritisieren jetzt Fachleute.

Hersteller sprechen von «bioidentischen» Hormonen, weil sie die gleiche chemische Struktur haben wie diejenigen, die der Körper selber produziert.

Weitere Details zu bioidentischen Hormonen finden Sie hier.

Gesundheitstipp Arzt Thomas Walser kritisiert, dass Begriffe wie «natürlich» und «bioidentisch» etwas vorgaukeln, was die Produkte nicht halten. Die unabhängige US-Fachzeitschrift «Medical Letter» stellt fest: Es sei nicht genügend erwiesen, dass all diese Produkte sicher und wirksam seien.

Ärztin Helene Huldi von der Frauenpraxis Runa in Solothurn sagt: «Alle ­Hormone haben grundsätzlich die gleichen Nebenwirkungen.» Auch «natürliche» Hormone könnten Schlaganfälle, Herzinfarkte und Brustkrebs auslösen. Ein Vorteil sei lediglich, dass sie oft in sehr niedrigen Mengen verschrieben würden und den Körper deshalb weniger belasten.

Frauenärztin Helene Huldi ist nach wie vor überzeugt: «Hormone sollten ­Frauen nur dann nehmen, wenn sich die Wechseljahrbeschwerden nicht anders behandeln lassen.» Auch wenn die Präparate besser seien als noch vor zehn Jahren, verschreibt sie diese «so kurze Zeit wie möglich und in der niedrigst möglichen Dosis».

Erfahrungsberichte von Frauen mit komplementärmedizinischen Behandlungen bei diversen Wechseljahrbeschwerden finden Sie auf unserer Homepage auf der Seite „Diverses“.

Hinweis auf die empfehlenswerte Broschüre: „Wechseljahre - Praktische Begleitung für diese Lebensphase“ hier klicken für mehr Informationen.

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