Wechseljahre / Menopause

Grafik: Anna Sommer

Die lange Diskussion um die Hormonsubstitution hat sich im Bewusstsein der Frauen niedergeschlagen. Unsere Beraterinnen werden häufig nach körperschonenden Massnahmen gegen die Wechseljahrbeschwerden gefragt.   

Und trotzdem kommen laufend neue medizinische Angebote auf den Gesundheitsmarkt. Teilweise sind diese Angebote höchst umstritten und riskant für die betroffenen Frauen. Indem der natürliche Prozess der Wechseljahre von der Pharmaindustrie als "Hormonmangelerkrankung" bezeichnet wird, werden die Frauen ab 45 zu Dauerpatientinnen gemacht, denen noch viel zu oft und ohne genaue individuelle Diagnose und Abklärungen Hormone verschrieben werden. Dass dies an den Bedürfnissen vieler Frauen vorbeigeht, zeigen Studien, die belegen, dass 50% der Frauen die Hormone nach relativ kurzer Zeit wieder absetzen. Dies sehr zum Unwillen vieler Anbieter. Kritikfähigkeit gegenüber den angebotenen Methoden ist unbedingt notwendig, wenn Frauen sich ihre Gesundheit erhalten wollen.

Neue Erkenntnisse zum Hormonersatz

Die jüngsten Ergebnisse der Women´s Health Initiative (WHI) Studie und der Million Women Studie zeigen: Die Hormonersatztherapie verbessert kaum die Lebensqualität der Frauen. Einzig im Alter zwischen 50 und 54 Jahren wurden Hitzewallungen und nächtliches Schwitzen gelindert und die Frauen konnten besser schlafen.   

Dafür stieg das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen an. Auch das Thrombose und Brustkrebs-Risiko war messbar höher. Man geht zur Zeit davon aus, dass jede hundertste Frau, die länger als fünf Jahre Hormone einnimmt, eine dieser schwerwiegenden Nebenwirkung erleiden kann.  

Das Risiko steigt mit der Dauer der Hormonersatztherapie.


Nebenwirkungen der Hormonersatztherapie (HET) sind
Stark erhöhtes Brustkrebsrisiko, erhöhtes Herzinfarkt-, Schlaganfall- und Thromboserisiko, verdoppelte Demenzgefahr, erhöhtes Risiko für Nierensteine und Gallensteine, erhöhtes Risiko für Nierenschädigungen, Zunahme der Urininkontinenz, Übelkeit, Gewichtszunahme, Fremdheitsgefühl im eigenen Körper, Empfindlichkeit der Brüste, Wassereinlagerungen, Depressionen oder Niedergeschlagenheit, Veränderungen im Fettstoffwechsel des Blutes, Kopfschmerzen, Migräne, Bildung von Myomen oder Zysten, Weiterentwicklung von Endometriose, Pilzinfektionen der Vagina, ungeklärte Blutungen. 

Eine Nachbeobachtung bei 13‘000 Studienteilnehmerinnen der „Women‘s Health Initiative“  hat nun zusätzlich ergeben, dass Frauen, welche Hormonpräparate einnehmen, nicht nur häufiger an Brustkrebs erkranken, sondern auch ein höheres Risiko haben, daran zu sterben. Nach Bekanntwerden dieses Ergebnisses stellte Peter Bach vom Memorial Sloan Kettering Cancer Center in New York im Editorial des „Journal of the American Medical Association“ die Hormonersatztherapie grundsätzlich in Frage.

Hinweis auf die empfehlenswerte Broschüre: „Wechseljahre - Praktische Begleitung für diese Lebensphase“
 hier klicken für mehr Informationen.

Es gibt eine grosse Anzahl alternativer Behandlungsmethoden

Phytotherapie (Heilbehandlung mit pflanzlichen Substanzen), Homöopathie (Heilverfahren, bei denen Mittel in hoher Verdünnung verwendet werden) und Traditionelle Chinesische Medizin (Akupunktur und chinesische Heilkräuter).

Vieles, was Sie zu diesem Lebensabschnitt wissen wollen, können wir in der Beratung besprechen. Wir freuen uns auf Ihren Anruf oder Ihr E-Mail!